"Z und Digital, das ist doch unmöglich", "funktioniert nicht", "zu klein"
Wer kennt sie nicht, diese Aussagen an den Messeständen, in Geschäften oder von Hobbykollegen...
Wenn man einmal eine Modellbahn mit einer DCC-, Selectrix-, oder anderen Digitalsteuerung ausprobiert hat, wird man den einmaligen Komfort dieser fortschrittlichen Technik wohl kaum mehr missen wollen.
So ging es auch mir, als ich neben der H0-Bahn noch die Leidenschaft für Z entdeckte, irgendwie kam mir das Fahren mit den kleinen Loks von Anfang an nicht zeitgemäss vor. In 1998, dem Jahr, in dem ich meine erste Miniclub-Startpackung kaufte, glaubte auch ich nicht, dass ein leistungsfähiger
Decoder in einer Z-Lok Platz finden würde, selbst bei meinen H0-Maschinen hatte ich dazumals des öfteren akuten Platzmangel!

Hinterher ist man immer schlauer
Nun ja, inzwischen weiss ich, dass es technisch auch in meinem Z-Startjahr möglich gewesen wäre, eine digitalsierte Anlage zu bauen, schliesslich gab es auch dazumals schon den immer noch kleinsten Selectrix-Lokdecoder. An der technischen Unterstützung fehlte es allerdings völlig, selbst Lokeinbauten eines bekannten Z-Kleinserienherstellers blieben eher die Ausnahme, als die Regel. Und dann die Erhältlichkeit der Selectrix-Produkte, die liess lange Zeit sehr zu wünschen übrig!

Probieren geht über Studieren...
...dachte ich mir, und setzte den H0-Decoder einfach ans Gleis. Fortan hielt die Fahrkultur auf meiner Anlage Einzug! Nach ersten Versuchen lief diese Art der Lokomotivsteuerung mit der Zeit immer besser, verschiedene Decoder kamen zum Einsatz, die Züge liessen sich langsam fahren und drehten gleichmässig ihre Runden. Zudem konnte die schon vorhandene Steuerung genutzt werden. Eine Frage, die aber immer offen blieb war die Steuerung und Automatisierung der Blockstrecken und des Schattenbahnhofs, da fand ich einfach keine zufriedenstellende Lösung für meine Art des Digitalbetriebs.

Die Lösung
Auf der Messe Sinsheim traf ich 1999 das erste Mal die Firma MÜT und deren digitalsierte BR 89... Natürlich glaubte auch ich nicht sofort, was ich da sah - die kleinste Modellbahnlok mit 'nem Decoder drin, und nebenbei noch Beleuchtung und Lichtwechsel? - wirklich unglaublich! Von da an war die Lösung klar, aber ich war vorsichtig und habe auf Reaktionen in der Presse gewartet. Die kamen dann auch, zwar nicht über Z-digital sondern lobend über das gesamte MÜT-Programm. Herr Stollner, der Chef, sagte mir einmal, dass die Z-Bahn eigentlich mehr als Machbarkeits-Gag gedacht war und er selbst überrascht über das Interesse der Z-Bahner sei. Es wurde so gross, dass es seit 2002 eine spezielle Z-Version des MÜT-Systems mit angepasster Betriebsspannung gibt. Und dies war auch der Startschuss für die "richtige" Digitalisierung von Blumendorf...

Warum?
Darum soll es auch gehen, schliesslich kann man mit guten analogen Fahrgeräten auch anständig fahren! Ich meine, es ist sicher nicht für jede Anlage sinnvoll, einen recht grossen Betrag in die Digitalsteuerung zu investieren. Die persönlichen Vorlieben sind entscheidend, das Digitale muss einem auch irgendwie "symphatisch" sein. Mir geht es darum, dass Z eine echte Modellbahn und kein reines Sammelobjekt ist.
Zu einer echten Modellbahn gehört für mich auch realistisches Fahren der Züge, dies ist natürlich mit zunehmender Miniaturisierung immer schwieriger zu erreichen. Ein abwechslungsreicher, sicherer Fahrbetrieb ist auch mein Ziel, trotz der Kleinheit meiner Anlage. Die netten Digitalbeigaben, wie Dauerzugbeleuchtung oder schaltbare Funktionen tragen genauso zum schönen Erscheinungsbild der Modellbahn bei, auch nicht unwichtig! Und schliesslich: Ich will zeigen, dass es machbar ist und funktioniert! Und zwar ohne irgendwelche unmöglichen technischen und finanziellen Kraftakte...
Viel Spass auf den Digitalseiten!

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Decodereinbau in eine BR 24

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Die Digitalzentrale von MÜT
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Viessmann 5240
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Kühn N 045 Uhlenbrock 73500 Uhlenbrock 73400
Tams LD-G-10 Zimo MX 620 TCS Z2

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CT-Elektronik
DCX 32
MÜT
FD2
Zimo MX 68

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