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Die Märklin-Personenwagen sind grösstenteils sehr schön anzuschauende Modelle und geben ihr Vorbild sehr gut wieder. Um diesen Eindruck weiter zu steigern, kann man einige farbliche Verbesserungen anbringen.
Aus verständlichen Gründen sind nicht alle kleinen Details gesondert bedruckt (Preis), so kann man die Türgriffe silberfarbig bemalen, weiterhin die Bremsumstellhebel und die Lastausgleichshebel gelb bzw. rot lackieren. Der Hintergrund der Hebel ist oft in Weiss gehalten. Auch ein vorsichtiges Altern steht den Wagen nicht schlecht, man sollte dies aber bei den Personenwagen nicht übertreiben, denn sie werden beim Vorbild, anders als Güterwagen, ja auch gelegentlich gewaschen. Bei eben diesen Güterwagen ist das Anbringen von Alters- und Gebrauchsspuren fast ein Muss, es sollen ja nicht nur fabrikneue Fahrzeuge verkehren. Auch kann man die oben genannten Hebel nachlackieren, jedoch ist der weisse Hintergrund beim Vorbild meist verschmutzt oder gar nicht vorhanden.
Im Gegensatz zu den Personenwagen sind die Güterwagen dem Vorbild oft nur annähernd ähnlich, was vor allem am "Einheitsfahrgestell" liegt, dem sich nicht nur Details im Fahrwerksbereich, wie z.B. Trittstufen unterordnen, sondern teilweise sogar die Länge des Wagens, was nur schwer verständlich ist. So teilen sich ein Niederbordwagen und ein Bierkühlwagen eben das selbe Fahrwerk und der Offene Güterwagen 8622 ist ca. 20% zu lang!
Was kann man tun ? Beim Gedeckten Güterwagen 8605 sollte man die Trittbretter in der Wagenmitte durch eine schmale Leiter ersetzen und die Rangiertritte sind nur dort zu finden, wo am Aufbau auch der zugehörige Griff ist. Der Niederbordwagen 8610 besitzt auch keine Trittbretter, bei ihm sollte unbedingt der Ladeboden abgesenkt werden, was durch Heraustrennen des Kunststoffbodens geschieht, der darunterliegende Metalleinsatz hat glücklicherweise eine Bretterstruktur, so dass er als neuer Boden taugt. Beim Schiebedachwagen 8623 kann man die angespritzten Bühnen an den Stirnseiten entfernen und durch geätzte Neusilberteile mit Geländer! von Krüger ersetzen. |
Die grosse Bahn verdient ihr Geld mit dem Transport von Gütern, dies sollte man auch im Modell nachbilden. Ladegut gibt den Güterwagen den äletzten Schliff und bringt Abwechslung in den Fuhrpark. Holzladungen kann man gut selbst herstellen, das Zubehör findet sich im Garten oder im Wald, man muss sich nur ein wenig umsehen... Auch Schüttgutladungen aller Art kann man gut nachbilden mittels verschiedenfarbigem Sand in feiner oder grober Qualität, man sollte aber darauf verzichtenden Wagen einfach so voll zu schütten, er wird dann nämlich recht schwer und die Lokomotive gerät bergauf allzu schnell ins Schleudern. Besser schnitzt man sich aus Styropor oder einem ähnlichen leichten Material einen Block in der Grösse des Laderaums und versieht ihn mit einer dünnen Schicht des Ladeguts, so kann man die Beladung auch nach Belieben wieder entfernen. Auch bei Strassenfahrzeugen als Ladung gibt es eventuell ein Gewichtsproblem, dann nämlich,wenn es Metallfahrzeuge von MZZ sind. Märklin hat dieses Problem selbst mit den Autotransportwagen, die mit VW Käfern aus Metall beladen sind. Verschiedene andere Ladegüter sind im guten Fachhandel erhältlich und wer die Selbstbastelei scheut, der wird von den teilweise recht hohen Preisen der kleinen Kunstwerke überrascht sein. Mit ein wenig Freude an diversen Kleinbasteleien und einer Portion Geduld lassen sich die kleinen Wagen weiter aufpeppen und abwechslungsreich gestalten und es kommt keine Langeweile mit der Miniclub auf. 18.1.2000 Jens Wimmel
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