Die Faszination Modellbau 2006 im Rückblick

Die anstrengenden Messetage liegen nun hinter uns. Im folgenden sind verschiedene Neuheiten und Impressionen zu sehen. Da ich als Teilnehmer weitgehend an die Julierbahn gebunden war, erhebe ich natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Trotzdem gab es für Zetties Einiges zu bestaunen auch wenn man bei manchen Firmen und Vereinen evtl. anderer Meinung ist. Ich zitiere aus dem Z aktuell / Z-Express vom Z-Club International und Railex: "Zuvor nach Sinsheim?...danach noch nach Dortmund? Z konnten und können Sie dort erneut mit der Lupe suchen, ebenso wie vergangenes Jahr bei der Ausstellung in München oder dieses Jahr im Herbst in Köln: Alles für Z-ler leider ziemlich uninteressant." Ende des Zitats. Mit "Zuvor" und "danach" ist übrigens das Z-meeting in Geseke gemeint. Die drei anwesenden Anlagenbesitzer dürften sich, wie die entsprechenden Firmen, über solche Äusserungen besonders freuen. Danke!

Einen weiteren, sehr stimmungsvollen Messerückblick gibt es auf Jürgens Seite.

Der neue Transportanhänger von Saller ist ein schönes Modell. Passend zu Themen der Epochen I und II, aber auch z.B. in einem Zirkusumfeld denkbar.



Achim Grob, Hightech-Modellbahnen, zeigte verschiedene Beleuchtungseinsätze, die ab geringer Spannung gleichmässige Helligkeit ermöglichen. Auch die Lichtfarbe ist deutlich angenehmer, wie das vordere Modell im Vergleich zur Serie zeigt.



Für die V 100 ist eine Führerstandsbeleuchtung erhältlich, die im Stand heller leuchtet und in Fahrt abgedunkelt wird. Die SBB-Ae 3/6 bekommt einen echten Schweizer 3-1 Lichtwechsel. Die Lichtfarbe ist mit einem gelben wasserfesten Filzstift nach eigenem Geschmack anzupassen.



Gleiches gilt auch für die flackerfreie Personenwagenbeleuchtung, die ohne Goldcap auskommt. Hier sind auch die Achsschleifer beachtenswert, bei denen auf geringsten Rollwiderstand geachtet wurde.



Auch bei den Güterwagen kommen spezielle Schleifer zum Einsatz und die Beleuchtungen sind flackerfrei. Eingesetzt werden die kleinsten erhältlichen LED!



Sehr einfach zu handhaben ist die Untersuchungsgrube mit Vertiefungen für die Schienenprofile.



Märklins neue Re 482 durfte schon mal ihre neue Heimat ausprobieren. Natürlich entspricht das Handmuster noch nicht ganz der Serie, ist aber schon weit fortgeschritten. Bei der Dachgestaltung hat man sich sehr viel Mühe gegeben und die Leitungen vorbildlich umgesetzt.



Auch ein Handmuster ist der neue VW Passat von ADP. Die Konstruktion ähnelt denen der bekannten Märklinautos mit getrenntem Chassis, Karosserie und Fenstereinsatz. Bei entsprechendem Erfolg denkt man über weitere Modelle nach.



Claudius Veit von Velmo zeigte die Plug+Play-Decoderplatine - hier im Vergleich zu meiner eigenen Umrüstung. Eindeutig eine schnelle, saubere Lösung. Wenn es die noch für Selectrix-Fahrer gäbe...



Noch im Bastelvorserienstadium ist eine Einheit mit Steuerwagendecoder und schaltbarer Innenbeleuchtung.



Bei Manfred Lütke gab es schöne und imposante Modelle zu sehen - hier ein Auszug:
Ein weiteres Fabrikgebäude ergänzt bisherige Modelle.



Dieses Haus mit Laden gehört zu einer Gärtnerei, ist aber genauso für andere Zwecke einsetzbar.



Die Rückseite - auch hier dürften sich interessante Szenen nachbilden lassen...



Ein grosses...



... und ein kleines Gewächshaus...



...und mal das ganze Ensemble zusammen fotografiert.



Ein beeindruckendes Gebäude ist das Bürohochhaus mit Tiefgarage. Passende Einrichtungen liegen dem Bausatz bei - die nötigen 100 Preiserlein zur Belebung nicht ;-)



Strassenzeilen für Grossstadthemen ab den 70er Jahren. Das Thema Stadthäuser ist nach jahrelangem Häusermangel nun kein problematisches mehr...



Kommen wir zum Thema Anlagenwettbewerb: Drei von neun teilnehmenden Anlagen waren im Massstab 1:220 gebaut - eine wirklich starke Vertretung! Im Messetrubel habe ich vergessen, Harald Wiehns witzige Fernsehanlage abzulichten, bei ihm schaute man zwar fern, aber nicht in die Röhre! Das Thema "Wohin mit dem alten Gerät?" hat er sehr gelungen gelöst. Die Jury zeichnete ihn> mit dem 8. Platz aus. Dank Jürgen kann ich hier ein schönes Bild zeigen. Mein Nachbar Jürgen Tuschick zeigte mit seinem Fahrdienstleiter Wolfgang Fuchs die wunderschöne Anlage Zetzwil mit regem Betrieb auf den SBB-Gleisen. Seine Vorstellung war der Jury den 5. Preis wert. Was schlussendlich den Ausschlag gab, der Julierbahn den 2. Platz zu verleihen sei dahingestellt. Jedenfalls hatten die Bewerter und vor allem die Besucher grosse Freude an den kleinen Anlagen mit dem regen Fahrbetrieb und das ist das wichtigste!

Harald Wiehns Fernsehanlage in der Nahaufnahme - solch ein Programm sieht jeder Zettie gern!



Das Dorf Zetzwil mit Holzhäusern und den Alpen im Hintergrund - eine kleine heile Welt. Allerdings auch mit leicht makaberem Reailitätsbezug. Wie sonst könnte man den eindeutigen Suizid an der Brücke erklären? ;-)



Das Bild täuscht, in Wirklichkeit sorgten mehrere Züge für abwechslungsreichen und dichten Fahrbetrieb im Bahnhof von Zetzwil.



Auf der Julierbahn waren die Züge im Dauereinsatz ohne Verschnaufpausen. So kamen bei manchen Garnituren doch weit über dreissig Betriebsstunden zusammen! Bis zum Messeschluss gab es keine Ermüdungserscheinungen oder Ausfälle trotz ansehnlicher Anhängelasten. Sämtliche Decoder und Motoren zeigten keine auffälligen Erwärmungen, auch nicht die Fünfpoler. Nachdem am Donnerstag der Start mit gewissen Problemen erfolgte, wurde die Steuerungssoftware von der Zentrale getrennt und fortan fuhren wir zuverlässig auf Sicht.



Einer der Publikumslieblinge war zweifelsfrei der Zm-Teil. So manchem Besucher fiel das Kinn herunter angesichts der fahrenden kleinen Ge 2/4 mit dem kurzen PmG.



Souverän trotz längerer Modellbahnabstinenz hatte Fahrdienstleiter Erwin sowohl Anlage als auch Besucher im Griff. Und natürlich passte sein Schweizer Dialekt hervorragend zum Anlagenthema...:-)



Das Bild enstand am Freitag, dem eindeutig ruhigsten Tag. Der Besucherandrang war meist deutlich höher als hier abgebildet. Die meisten Zetties waren am Donnerstag und Samstag anzutreffen, wobei uns auffiel, dass auch schon mehr Zetties in Sinsheim beobachtet wurden. Dass manch Zettie zwar in Sinsheim war, aber nicht an unseren Anlagen, wunderte nicht nur mich :-(



Wenn wir für jedes Bild 10 Cent kassiert hätten, wären wir nach einhelliger Meinung reich geworden in Sinsheim. Auch wenn Jürgen hier sehr konzentriert auf den Betrieb schaut, waren Auskünfte über den Betrieb unser Hauptgeschäft. Im Vorfeld der Messe wurde ein moderierter Rundgang angeboten. Das Interesse schien aber eher individueller Natur, so dass der Moderator mangels Beteiligung bei uns nicht auftauchte. Auch die Neuheitenpräsentation auf der benachbarten Bühne stiess auf mässiges Interesse. Immerhin, man gab sich Mühe...



Im Rampenlicht: Gerhard Peter "GP" von der MIBA nahm sich Zeit und fuhr mit aussergewöhnlichem Fotoequipment auf. Resultat: Eine nie gesehene Tiefenschärfe auf der Julierbahn. Die Leser einer der nächsten MIBA-Ausgaben dürfen sich freuen! Auch das Dreileiter-Magazin fotografierte beide Anlagen äusserst ausgiebig. Somit erreichten wir auch ein hochgestecktes Ziel, nämlich wiedereinmal Z-Präsenz in der Fachpresse geniessen zu können.