Faszination Modellbau Sinsheim 2001Bericht von Jens Wimmel Wieder einmal ist es soweit: Die Faszination Modellbau in Sinsheim ist Geschichte. Zeit für einen kleinen Rundgang und Rückblick... Zu allererst hat es Erwin und mich sehr gefreut, einige Z-Freunde kennenzulernen! Nun zum Rundgang: Absolut imponierend war die E 18 von Dieter Heckl, was Filigranität und Verarbeitung angeht, liess schon das ausgestellte Vorserienmodell eigentlich keine Wünsche offen, die Nachbildungen der Bremsschläuche und Kupplungen bestätigten den fantastischen Eindruck der gesehenen Bilder - absolut realistisch! Sehr angenehm auch die Gespräche am Heckl-Stand... Gegenüber, nur 3m entfernt zeigte Werner Halwa seine fantastischen Weichen, Messingmodelle und die angekündigte Rollleiter. Dieses Mal war auch eine Zm Weiche zu sehen, nur darauf wartend, von einem Schmalspurzug befahren zu werden. Einen Dank hier noch für den leckeren Kaffee und die Kekse - genau das Richtige für den gestressten Messebesucher! Bei Schmidt gab es eine Schlepptenderlok mit Haftreifen zu sehen, diese zog einen Zug mit 9 vierachsigen Reisezugwagen eine ca. 3 prozentige Rampe hinauf. Traktionsprobleme dürften so gelöst sein. Sehr schön anzuschauen auch wieder der gläserne Zug und der Rottenkraftwagen. Bei Railex war der Autoverladezug der BLS zu sehen, nach Angaben von Herrn Kimmich kein Freudenreich-Modell und auch kein Konkurrenzprodukt. Interessant die verstellbare Kupplung, sehr unauffällig. Auch das Modell der Wuppertaler Schwebebahn war sehr schön gemacht, für ein Stadtthema durchaus denkbar. Auf die Winzigzüge gehe ich hier nicht weiter ein... Bei Martin Krüger war ein massstäblich richtiger G10-Güterwagen zu sehen, sowie einige neue Varianten der schönen Säuretopfwagen. Wer seine Einheitsnebenbahnwagen von Märklin verbessern will, findet passende geätzte Aufstiegsleitern zum Ankleben. Elmar Haug zeigte uns ein US-Restaurant von Micro-structures, sowie einige andere Messingbausätze dieser Firma, die fertigen Häuser bestätigen den hervorragenden Eindruck der Bilder. Diese Bausätze gibt es allerdings nur im Direktvertrieb in der USA. Wieder vertreten war MÜT mit dem Digirail- System, Decoder für ALLE Z-Loks und ein Fahr und Schaltpult mit hervorragender Bedienfreundlichkeit. Die hervorragende Beratung hatte eine Bestellung des Startsets meinerseits zur Folge. Über meine Erfahrungen werde ich berichten. Eine wirkliche Überraschung war das Engagement der Firmen Wegass und Saller mit einer Feldbahn in Z . Das 3mm-Schienensystem wird von Wegass hergestellt, die passenden Fahrzeuge von Saller - Kompliment für diese hübschen Ausgestaltungsdetails. Dass die Fahrzeuge nicht funktionstüchtig sind, versteht sich bei der Winzigkeit von selbst. Wegass präsentierte noch sehr schöne Schiffsmodelle und eine Hafenanlage, ausserdem Giessharz zur Wassernachbildung. Modellbau Luft zeigte eine schöne Burgruine aus Gips, erhältlich unbemalt oder als Fertigmodell. Die N-Grabkreuze sind mit ihrer Feinheit durchaus auch für einen Z-Friedhof denkbar. Jeweha Modellbouw zeigte eine gelungene Korkgleisbettung, selbst kleinste Kurvenradien sind durch die enorme Biegsamkeit kein Problem. Schotter und einen elastischen Leim gibt es auch im Angebot. Selbiges auch bei Asoa... Im Bereich Ladegut haben wir einige neue Hersteller entdeckt: EMZ-Zubehör fertigt sogar nach Kundenwünschen und bei ADP gibt es detailierte Container aus Giessharz. Scholz zeigte das Westmodell-Sortiment und präsentierte als Neuheiten eine Dreschmaschine, eine graue E44 und dreiachsige Güterwagen aus Messing. Märklin war übrigens auch da, die Radsätze der Vitrinenmodelle waren tatsächlich brüniert! Soviel zum Rundgang, Bildmaterial weiter unten. Zu guter Letzt noch ein paar persönliche Eindrücke zum Messegeschehen. An Dieter Nolte geht auf jeden Fall ein grosses Lob für seine "Texas railroad" mit den wunderbaren Details und den spannenden Geschichten dazu. Einen besseren Treffpunkt hätten wir uns nicht wünschen können, auch wegen seiner Gastfreundschaft!Insgesamt ist ein leichter Aufwärtstrend im Zubehörsegment für Z zu erkennen, neue Hersteller gehen einen Schritt in diese Richtung. Bei manchen bekannten Firmen ist allerdings ein Abbau des Sortiments zu beobachten, dies betrifft vor allem das Rollmaterial. Was mich sehr gefreut hat, ist ein kurzes Gespräch mit Thomas Hilge, Chefredakteur der MIBA . Er gab zu verstehen, dass Z auch für die MIBA durchaus ein Thema sei, es aber oft einfach an vorzeigbaren Anlagen bzw. dem speziellen Fachwissen fehle. Nun, dem kann sicher abgeholfen werden, so 1-2 grössere Berichte pro Jahr sind auch nach seiner Meinung durchaus angemessen. Erwin sprach noch mit Dominik Stroner, der für den "Modelleisenbahner" und das Eisenbahnmagazin fotografiert und Grafiken gestaltet. Auch er ist für ansprechende Z-Anlagen zu haben und hat uns angekündigt, in dieser Beziehung mal aktiv zu werden. Messebilder aus Sinsheim 2001
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