...die Super - Kompakt - Anlage
Nur nicht denken "Jetzt spinnt er..."!
Das Urlaubs-, oder Fun-Startset von Märklin gefällt mir ja schon, aber irgendwie finde ich das Aufbauen am
Strand nicht so ideal, Sand ist ja der Todfeind eines Z-Getriebes ;-)
Wenn schon Modellbahn in den Ferien, dann auch so, dass man länger Freude dran hat...
Beim vorweihnachtlichen Einkaufsrausch fiel mir in der Kosmetikabteilung ein kleiner Koffer mit allerlei
Schmink- und Färbekram für die Frau auf. Was mich faszinierte, war die Acrylverglasung auf
einer Seite und die halbwegs wertige Aluausführung des Koffers, der Preis war auch ok...
Die Regierung erklärte sich bereit, den Inhalt zu übernehmen und ich hatte meinen Bahnkoffer.
Ich gestehe, Zweifel hatte ich schon, ob die 89er oder Schienenbus die Kurve kriegen,
der Radius in den Kurven beträgt nur 6,5 cm!!! Erstaunlicherweise funktionieren beide Fahrzeuge anstandslos,
an die 89 kann man sogar ohne Probleme einige kurze Wagen anhängen, der Schienenbus "kratzt" allerdings
hörbar die Kurve...
Mittlerweile gibt es weitere Superkompaktanlagen:
Andrej Katzenberger interpretiert das Thema auf andere, sehr gelungene Weise - die
SKA II
Und auch Jo ist jetzt vom SKA - Virus infiziert und baut die
SKA III
Am Göppinger Modellbahntreff 2003 fand das 1. SKA-Treffen statt, Bilder auf der SKA III-Seite
Dank Kai Wüstermann bin ich in der Lage die Ur-SKA eines unbekannten Meisters hier vorzustellen. Neben der eindrucksvollen
Streckenführung besticht diese Anlage auch durch hervorragende Verarbeitung und - ganz wichtig - durch den Schutz vor Langfingern ;-). Dezenter kann man Modellbahn kaum unterbringen...
Meine SKA ist eine traditionelle Plattenanlage.
Zu einer Modellbahnanlage gehört eine Weiche, dies ist meine Definition
zum Thema Anlage. Nun, da kann man lange diskutieren...
Da es natürlich keine passenden Weichen mit derartigen Radien zu kaufen gibt,
musste ich eine selbst bauen - gar nicht so einfach, wie ich während des Baues merkte.
Na ja, supertoll sieht sie nicht aus, aber sie funktioniert. Die Polarität des Herzstücks
werde ich mit einem Handschalter umstellen, die Weiche selbst wird auch manuell bedient.
Auf dem Foto fehlen noch die Trennstellen...
Das Tolle an diesem Koffer ist die Möglichkeit des geschlossenen Betriebs.
Ein eingebauter Regler von Jörger sorgt für feinfühlige Regelbarkeit und geringen Stromverbrauch.
Mit einem 9V Akku kann man ca. 45 Minuten fahren. In der Mitte der Ein/Aus-Schalter, links der Polwendeschalter.
Viel Platz hat man für die Elektrik auch nicht, aber ich wollte unbedingt alles IM Koffer unterbringen!
Erfolgreicher Testbetrieb. Auch aus dieser Perspektive sieht man die Kleinheit der "Anlage". Der 9V-Block bekommt ein
Fach unter der Geländenachbildung und die Kabel werden auch noch ordentlich verlegt. Die Schalter auf der linken Seite
sind für das Polarisieren/Abschalten des Abstellgleises und für die Beleuchtung.
So gut, wie es geht möchte ich das Oval wegtarnen. Dafür ist ein Tunnel natürlich am besten geeignet. Man
kann auch mal einen Zug mit 2 Wagen unsichtbar abstellen und Betriebsruhe darstellen ;-). Im "Berg" findet auch
das Akkufach Platz.
"Schmalzbude" heisst die Station. Erstens fand ich den Namen witzig, zweitens gefällt mir das Gebäude, drittens wollte
ich schon länger mal die Möglichkeiten eines Papierbausatzes ausloten. Wenn man richtige Fenster und Türen einbaut
und die Wanddicke imitiert, bringt das schon viel. Mit zusätzlichen plastischen Details und einer Lackierung mit mattem
Klarlack ist der Einfachwerkstoff Papier kaum mehr zu erkennen. Der Ausschneidebogen entstammt der Zeitschrift "Züge*.
Noch halbfertig ging die Anlage zum ersten SKA-Treffen am Modellbahntreff Göppingen.
Weitgehend vollendet ist das Gelände im hinteren Teil. Die endgültige Detailgestaltung
fehlt allerdings noch.
Während die Güterrampe modernisiert = betoniert wurde, ist der Bahnsteig noch aufgeschüttet und mit
Schienenprofilen und Holzschwellen befestigt. Hmmm...irgendwie ist das Stationsgelände so ausgestorben!?
Genau! Die Preiserlein fehlen noch völlig...
Dieses Bild beweist es: Mit einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien und einer Extraportion Geduld
kann man auch in 1:220 realistisch Natur nachbilden.
Es wird ja immer wieder behauptet, Z sei nicht für den Garten geeignet...
Dieses Bild widerlegt diese Theorie eindeutig, es gab keine Betriebsprobleme ;-)