Die Baureihe 38

Superung und Einbau von Stromabnehmern im Tender

Neuer Blickfang auf meiner Anlage ist die Baureihe 38 mit Wannentender.



Einige Veränderungen bekommen dem Grundmodell ganz gut.



Da auch hier, wie bei den meisten Dampfloks nur 2 Achsen Strom aufnehmen, war zuverlässiger Betrieb kaum möglich. Deshalb erhielt der Tender auch noch ein paar Kontakte.



Durch die Drehzapfen führt ein Stück Draht nach unten, die roten Kabel fallen im Betrieb nicht auf, Schwarze wären die Alternative. Wichtig ist dass sich die Drehgestelle möglichst ungehindert bewegen können, daher noch die Drahtschleife zur Abfederung. Auch die Verbindungskabel zur Lok sollten Spielraum haben, im Tenderoberteil wurde deshalb an der Vorderseite ein Stück ausgefräst, ca. 1mm hoch und 7mm breit. So folgt der Tender der Lok ohne Entgleisung.



Basis des Stromabnehmers sind die Andruckfedern des Vorläufers, diese wurden quer halbiert. Der Innenteil wurde hochgebogen, die äusseren Flächen dienen zur Befestigung mittels Sekundenkleber. 2 Achsen zusätzlich genügen übrigens vollauf, um die Kontaktsicherheit von Drehgestelloks zu erreichen. Das Fehlen der Federn am Vorläufer hat eigentlich nur positive Auswirkungen, die Räder drehen sich nun frei, das Reibungsgewicht erhöht sich leicht und die Entgleisungssicherheit ist nach meinen Erfahrungen weiterhin gegeben, sofern man nicht im Transrapidtempo über Weichen fährt.



Die Haltezapfen wurden durch die Bleche ersetzt, das Biegen ist eine Sache, für die es Fingerspitzengefühl und einige Versuche braucht, damit das Ganze nicht zu straff sitzt, aber die Achsen auch nicht herausfallen.



Die Achsen selbst sind übrigens nicht die serienmässigen, sondern normale Güterwagenachsen. Im Wannentender sind Halbachsen mit der Isolierung in der Mitte verbaut. Auf dem oberen Bild ist der Unterschied zu sehen. Mit einem Tropfen Lötzinn wird dann der Kontakt zum Draht hergestellt.



Modelle