Decodereinbau die die BR 78

Diese Bilder zeigen, dass selbst in scheinbar ungeeignete Modelle ein Decoder eingebaut werden kann.
Trotz meiner Beschreibung und der Funktionstüchtigkeit des Modells möchte ich den Einbau nur erfahrenen
Z-Bahnern empfehlen, da ein gewisses Zerstörungsrisiko besteht!

Weil beim Einbau auch gesägt und gefeilt werden muss, ist ein völliges Auseinandernehmen der Lok nötig. Die anfallenden Metallsplitter setzen sich überall ab. Wer noch nie eine solche Lok demontiert hat sollte den Einbau vielleicht einem Profi überlassen, oder zumindest eine Explosionszeichnung zur Hand haben, gerade das Getriebe und die Treibachsen verzeihen keine Fehler!



Der DHL-100 findet im Kessel seinen Platz. Der rot umrandete Teil vom Chassis muss abgefräst oder -gesägt werden, ich habe mit der Laubsäge und einem Metallsägeblatt gute Erfahrungen gemacht. Mit einer Metallfeile wurde der Einbauplatz dann vorsichtig begradigt. Der rote Pfeil zeigt auf eine relativ kritische Stelle. An dieser beginnt schon das Getriebegehäuse mit einem Zwischenzahnrad. Trotzdem hat der Decoder gut Platz und hält einen sicheren Abstand zum Zahnrad. Wichtig ist die sorgfältige Säuberung des Chassis nach Ende der Metallarbeiten! Es dürfen keine Metallspäne im Getriebebereich zurückbleiben!



Die Einbaustelle und der Decoder von nahem. Die Masse von 9 x 14 x 2.7 mm lassen in vielen Z-Fahrzeugen einen relativ problemlosen Einbau zu. Die Wrap-Drähte des Decoders kann man vorbiegen und sie halten ihn ohne Kleben fest. Für flexible Verbindungen sind sie nicht geeignet.



Nun ist das Metallteil abgesägt und das Chassis für den Einbau bereit. Die schräge Stelle links unter dem Decoder ist wegen den Getriebe nötig. Es zeigt sich, dass man auch mit einem sehr kleinen Decoder wenig Spielraum hat. Der Zapfen rechts am Chassis trägt das Beleuchtungselement und begrenzt den Raum zur anderen Seite. Der Gewichtsverlust hält sich in Grenzen, der abgesägte Teil wiegt nur 1 - 2 Gramm.



Vor dem Decodereinbau wurde die Lok wieder zusammengesetzt, dies war mit Abstand der mühevollste Teil der Aktion. Besonders das Getriebe und die Treibachsen erfordern höchste Konzentration. Sehr wichtig ist, dass kein allesfressender Teppich in der Nähe ist, umherspringende Getriebebestandteile lassen sich eben nicht immer vermeiden und wenn was verlorengeht, nützt der Decoder wenig.



Auf diesem Bild sind die vorgebogenen Anschlussdrähte zu sehen. Zwei an die Radschleifer, zwei an den Motor, zwei für den Lichtwechsel. Die Beleuchtung wird jeweils mit einem Pol an die Radschleifer angeschlossen.



Scheinbar wie gemacht ist der DHL-100 für die BR 78, müsste man angesichts dieses Bildes denken, allerdings erfordert der Einbau schon ein wenig Mut und auch Erfahrung mit Z-Lokomotiven und Decodern. Die Verdrahtung wurde vollkommen neu gelegt und auch an die Beleuchtungseinsätze mussten erst Kabel angelötet werden. Unbedingt ist der Beleuchtung ein 680 Ohm-Widerstand vorzuschalten um den Strom zu begrenzen!



Dampftechnik und Hightech-Elektronik vereint, könnte man dieses Bild nennen. Natürlich fährt die Z - 78er ja sowieso nicht mit Dampf, aber jetzt fast so schön wie das Vorbild...

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