Eisenbahnimpressionen aus Kanada

Teil 4 - Craigellachie und Revelstoke

Gute 150 Kilometer östlich vom Kamloops hat sich die Landschaft deutlich gewandelt. Grün ist jetzt die dominierende Farbe
und die Gipfel werden allmählich höher und schroffer. Kein Zweifel, die Rocky Mountains lassen grüssen. Zuvor kommen wir
jedoch an einen geschichtsträchtigen Ort und besuchen einen betriebsamen Bahnhof inmitten der Berge.


Der Eagle Pass bei Craigellachie: Hier wurde am 7. November 1885 der "Last spike", der letzte Schienennagel dieses
schwierigen Abschnitts ersten transkontinentalen Bahnlinie eingeschlagen. Wie überall in Kanada, erinnert man sich
gerne an die Pioniertaten und baut eine Gedenkstätte. Der Rocky Mountaineer passiert diese Stelle im Schritttempo,
damit die Touris im Zug auch zum Knipsen kommen.



Die Dome Cars der Gold Leaf-Klasse bieten nicht nur hier beste Ausblicke. Natürlich ist nicht nur die Aussicht in den
Doppelstöckern besser, auch der Service während der Reise ist umfassender.



Das Tempo des Zuges war recht gemächlich, so dass wir auf der Weiterfahrt immer wieder Gelegenheit für einen
Schnappschuss hatten.



Wunderbare Fotostelle: Der wunderschöne Blick auf den Zug wird von dem spiegelglatten See und dem wolkenlosen
Himmel zu einem Gesamtkunstwerk erhoben. Welch ein Abschied vom Rocky Mountaineer!



Revelstoke ist eine Eisenbahnstadt umringt von Zweitausendern. Früher mag der Bahnhof vor dem Anstieg zum
Rogers Pass vielleicht noch betriebsamer gewesen sein, aber auch heute legen alle Güterzüge einen Stop auf dem
recht beachtlichen Bahngelände ein. Auch werden hier Züge aus dem südlichen Streckenzweig mit denen aus Osten
und Westen vereint, was einen lebhaften Rangierbetrieb ergibt.



Das stattliche Betriebsgebäude zeugt ebenso wie die vielen kilometerlangen Gleise von der Bedeutung dieses
Bahnhofs. Die wartenden Mixed Trains erwiesen sich als wahre Freude für den Eisenbahnfotografen...



..., boten Sie doch praktisch die komplette Auswahl an Güterwagen, die heute in Nordamerika verwendet werden.
So haben wir hier einen CPR Hi Cube Boxcar, rechts nebendran einen aus dem TTX-Pool.



Holz aus der Sägerei wird transportiert mit zwei Centerbeam's der SOO Line.



Und dieser Gondola der Milwaukee Road hat definitiv seine besten Tage hinter sich.



Opera Window Centerbeam lautet die Bezeichnung für diesen unbeladenen Wagen der British Columbia Railways.



Auch neben den Hauptgleisen gibt es interessante Fahrzeuge, die wohl eher dem Baudienst zuzuordnen sind.


Zugegeben, schön ist was anderes. Aber für einen Modellnachbau wäre dieser nun als Mannschaftstransporter
dienende, ehemalige CPR-Caboose doch ein lohnendes Vorbild.


Mittlerweile eine Seltenheit im Streckendienst sind diese beiden SD40-2. Sie wurden von neueren Loks verdrängt.
Um noch älteres Eisen geht es dann demnächst: Das Eisenbahnmuseum von Revelstoke mit seiner schönen
Sammlung - mehr dazu im 5. Teil.

Teil 1 / Teil 2 / Teil 3

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