
Der Gleisplan seit Anfang 2009: Einige wenige Änderungen gab es noch: Die Bogenweiche musste aus Gründen der Betriebssicherheit wieder entfernt werden. Eine herkömmliche Weiche und ein paar angepasste Gleisstücke wirken leider nicht ganz so elegant. Die Abzweigung nach irgendwo wurde realisiert. Im Bereich der Güter- und BW-Gleise gab es kleinere Anpassungen. Vergrössert wurde die Teichfläche und im gleichen Zug wurde die Kiesfläche schwungvoller gestaltet. Verschiedene Bodendecker und unempfindliche Steingartengewächse wurden in die Kiesflächen gepflanzt. Auch weitere Gebäude kamen dazu: Kiosk, Trafohaus und ein Güterschuppen.

Das Weihnachtsgeschenk 2008 war der Güterschuppen "Cottenbach" von Lokführer Lukas. Anfang Januar präsentiert sich das provisorisch zusammengebaute Modell in der Wintersonne. Mit seinen kompakten Abmessungen ist der Schuppen ideal. Die schweren Resinteile sollen laut Hersteller wetterfest sein. Somit lasse ich den Schuppen mal einige Monate den Unbilden der Natur trotzen, bevor die Fertigstellung erfolgt...

Eben noch Sonne, zwei Tage später genau die Schneemenge und -art, bei der Einsern im Freien auch im Winter Spass macht: 1 cm Pulverschnee. Den drücken die Loks ohne Probleme vom Gleis, die Räummannschaft darf noch im Betriebshof bleiben.

Einige Tage später hat der Winter voll zugeschlagen. Am Vorabend konnte ich noch reduzierten Betrieb mit der V 100 und einem Umbauwagenpärchen machen.
In der Nacht gab es dann aber so viel Schnee, dass die mühevoll freigehaltene Strecke nur noch zu erahnen war. Der Betrieb ruhte mangels Schneeschleuder und vereisten Gleisen nun mehrere Wochen.

Im Mai 2009 grünt es schon kräftig. Drei Vierersets mit verschiedenen Thujabüschen säumen nun die Gleise des Bahnhofs. Die Teichfläche wurde mit einer weiteren Kunststoffschale vergrössert und ein grosser, furchterregender Vogel aus Keramik soll seine lebenden Verwandten von Moosdiebstählen abhalten.

Angesichts der Attraktivität des grösseren Badeteichs verblasste die Angst vor dem bewegungslosen Riesenvogel schnell - dies gilt übrigens für alle Vogelarten...

Eher selten sind wildtierbedingte Störungen im Bahnverkehr. Aber hier war es knapp - der Lokführer der 89.70 konnte den Zug gerade noch zum Stehen bringen.
Zum Glück bleiben die wenigen Schnecken meist im schattigen Anlagenteil (oben rechts auf dem Plan).

Neu eröffnet wurde ein Bahnhofskiosk. Das Modell von Lütke besteht aus gelaserten Holzplatten und gefrästen Polystyrolteilen. Ich habe das zusammengebaute Modell mit wasserfester Farbe gestrichen. Ob das Modell damit wirklich wetterfest ist, wird sich im Lauf der Zeit zeigen. Bisher stelle ich das Modell nur gelegentlich auf, da das Verkaufsangebot eh noch sehr übersichtlich ist.

Die Geländer des Bahnhofs wurden in einem metallenen Farbton gestrichen und endlich komplett montiert. Der Bahnhof bekam auch Lampen von Beli-Beco.
Schaltbar ist die Beleuchtung mit einem Funktionsdecoder. Irgendwann soll der Bahnhof auch farblich bearbeitet werden - er sieht halt schon sehr plastikhaft aus.

Auch aus Plastik ist das Trafohäuschen von Lütke. Die weitgehend matten Oberflächen machen aber eine Nachbehandlung nicht zwingend notwendig. Die eher spartanische Ausführung der elektrischen Anschlusseinrichtungen indes schon. Gerade noch zu sehen ist der nun in die Kiesfläche integrierte Teich. Dass die Widerlager der Brücke nicht sehr vorbildgerecht sind, ist mir bewusst. Bis zu einer besseren Lösung dauerte es halt noch etwas...

Pünktlich zu Weihnachten 2009 traf die Schienenbusgarnitur von Märklin ein. In den Randstunden muss nun nicht mehr die grosse V 100 den Personenverkehr abwickeln, der Uerdinger genügt für das Fahrgastaufkommen vollauf.

Im Januar 2010 wurde die T3 mal wieder angeheizt. Bei Temperaturen unter 0°C ist das mit dem Gasgemisch allerdings auch so eine Wissenschaft - die Verbrennung war irgendwie nicht so toll, ich konnte gerade genügend Dampf für jeweils eine Runde erzeugen, dann musste der Betriebsdruck im Bahnhof wieder neu aufgebaut werden.

Nach gut 15 Monaten unlackierten Daseins unter freiem Himmel konnte der Güterschuppen endlich definitiv zusammengebaut werden. Die Resingussplatten hatten sich nicht verzogen und waren auch sonst ohne Schäden. Mit der Sprühdose wurde das Modell matt lackiert und schon leicht gealtert. Die weitere Ausgestaltung und Patinierung kommt dann nach Lust und Laune.

Dschungelbahn: Im Juni 2010 ist die Vegetation nach vielen Regentagen und folgender Wärme wahrhaft explodiert. Blumen blühen, Büsche wuchern, Bodendecker decken den Boden, so alle zwei Wochen muss ich die Gleise in manchen Bereichen schon freischneiden. Das stört mich nicht - schliesslich wollte ich es so!

Das kennen wir doch? Ja, die Aufnahme war ähnlich schon oben zu sehen. Dieses Bild entstand 13 Monaten später: Die Erdbeerpflanze hat sich deutlich entwickelt, die Brückenwiderlager sind aus Bloxx-Sandsteinen, gleichzeitig musste auch das Gleis etwas höher gelegt werden um auf Brückenniveau zu kommen. Demnächst sollen die Geländer für die Bohlenwege links und rechts des Gleises montiert werden. Es gibt doch immer was zu tun...

Die Anlage am 7. Juni 2010: Kaum noch eine Spur von der eher öden Kiesfläche aus dem Jahr 2008! Dass die Pflanzen sich in dem 6 cm tiefen Kies so wohlfühlen hätte ich nicht gedacht.
Der linke Bahnsteig ist mit Moos bewachsen und sieht aus, als wäre er schon immer so. Die Pflanzen sind natürlich 1:1 und haben demzufolge auch oft viel zu grosse Blätter. Manche Gewächse wirken aber beinahe perfekt, wie zum Beispiel die kleine Tanne neben dem Basaltfels oder rechts davon der Mauerpfeffer, der schon vor der Eisenbahn "da" war und sich so wohl fühlt, dass immer wieder die Gleise zuzuwuchern drohen.