
Der Gleisplan des Jahres 2008: Mit Betonrandsteinen wurde die Anlage auf den wieder verlegten Platten "abgesteckt" und mit Rheinkies aufgefüllt. Erst jetzt ist die optische Trennung vom Plattenboden so, dass man von Anlage sprechen kann. Die rechte Bahnhofseinfahrt wurde mit einer Hübner-Bogenweiche neu gestaltet und der Bau des BW weiter vorangetrieben.

Kaum zu glauben: Anfang Januar 2008 war die Witterung bestens geeignet, um draussen die Umgestaltung beginnen zu können. Sämtliche Schienen und Gebäude wurden entfernt, die Platten wieder verlegt. Der überschüssige Kies wurde auf einem Haufen deponiert und die ersten Randsteine besorgt. Mit Modellbahn im eigentlichen Sinne haben die groben Arbeiten wenig zu tun und man merkt auch, was man den Tag über getan hat.

Rückbau nennt man bei der grossen Bahn das Entfernen von nicht mehr gebrauchten Gleisen. Vorbildgerecht müsste jetzt hier ein Radweg oder ein Supermarktparkplatz entstehen...
Auch die Pflanzen mussten wieder entfernt werden - interessant, was da in einer Vegetationsperiode alles gewachsen war!

Ein ähnliches Bild bot sich beim nördlichen Streckenabschnitt.

Die Modellbahnbestandteile warten derweil auf den Bau der neuen Anlage.

Am nächsten Tag konnte mit den Aufbauarbeiten begonnen werden nachdem die Platten weitgehend verlegt waren. Die Randsteine der Grösse 20 x 10 x 6 cm wurden lose auf die Platten gesetzt.

Der Kies im Bahnhofsbereich ist hier schon verteilt, der Kieshaufen rechts fast verschwunden. Die zehn Eimer voll, die bisher verteilt waren - jeder ca. 17 kg schwer - reichten bei weitem nicht aus! So wurde ich guter und oft gesehener Kunde beim Kieswerk Calanda. Insgesamt brauchte es 24 Eimer, also über 400 Kilo Rheinkies! Eine ziemliche Schlepperei von der Kieshalde ins Auto, vom Auto in den Lift, vom Lift auf die Terrasse.

Nach Kiesverteilung und Steinesetzen lässt man doch auch gern mal einen Zug fahren und lässt die 1:32-Arbeiter mal ran. Aber ehrlich, auch wenn es hier so aussieht: Die Köf mit den zwei Güterwagen hat nicht wirklich beim Bau geholfen.

Wir machen einen Zeitsprung: Im Februar waren Strecke und Bahnhof fertig verlegt und es konnte Betrieb gemacht werden. Die Kiesarbeiten waren im BW-Bereich und auf den Gütergleisen noch im Gang.

Die Fels- und Steinpartie im Norden wurde auch auf der neuen Anlage gestaltet. Ein Streckentelefon ist eines der ersten Ausstattungsteile.

Das Blockstellenhäuschen stammt aus einer privaten Initiative im Spur 1 Forum und dient bei mir als Stellwerk. Und: NEIN, der Bahnarbeiter trinkt kein Bier, sondern
Wasser, schliesslich ist er im Dienst! Im April wurde mit der Bepflanzung begonnen, eine kleine Kiefer macht den Anfang.

Die Einfahrt in den Güterbereich. Auf der Bank sitzend grüsst ein angepasster Siku-Traktorfahrer. Die Wellblechbude, bei ASOA gekauft, soll später das Häuschen der Gleiswaage darstellen. Der Güterschuppen fehlt noch, im Auge habe ich ein Modell von Lokführer Lukas. Der Busch rechts ist Bergbohnenkraut, der hintere ein Bodendecker namens Polsterphlox - eine Aussenanlage macht auch das Studium der Botanik erforderlich...

Eine Gesamtübersicht Ende April 2008. Im BW fehlt noch der Kies. An der Bepflanzung wurde weiter gearbeitet. Erste Versuche laufen bei der Bahnsteigkante aus Bloxx-Sandsteinen.

Von Lütke stammt der gefräste Bausatz diese Gitterbrücke. Provisorisch wurden die Widerlager aus Bloxx-Steinen errichtet. Die V 60 stellt für die stabile Brücke keine echte Belastungsprobe dar.

Die Bahnsteige sind Ende Mai schon recht weit gediehen. Ich musste erst eine spezielle Art des Modellierens erfinden, um die Kanten und die Schüttbahnsteige wie gewünscht hinzubekommen. Sand wurde mit Zementpulver vermischt und trocken auf dem Kies an den Gleisen verteilt. Dann kamen die Steine, sie wurden nivelliert und gerade ausgerichtet, später wurde weiteres Sand-Zementgemisch hinter der Kante verteilt. Mit der Blumenspritze durchnässte ich die angeschütteten Bahnsteige und am nächsten Tag war die Oberfläche einigermassen fest.

Anfang Juni konnten nach den letzten Kiesladungen die Gleise des BW verlegt werden. Die Vegetation hat sich schon prächtig entwickelt.

Zu einer Aussenanlage gehört ein Teich. Gut, von Teich zu sprechen wäre angesichts des bescheidenen Wasserinhalts der flachen Kunststoffschale vielleicht etwas vermessen, aber immerhin hat der Teich sogar einen Zufluss! Für Wassernachschub sorgt eine Düse des Terrassenbewässerungssystems.

Die Wasserfläche bietet eine attraktive Bade- und Trinkmöglichkeit für kleinere Vögel. Anscheinend hat sich das herumgezwitschert, denn ich habe besonders bei trockenem Wetter regen Besuch an der Brücke.