Der erste Plan der Dachterasse: Auf fast 8 Meter Länge und 3.30 Meter Breite kann man in 1:32 schon was Ordentliches bauen. Trotzdem stellt sich auch hier schnell die Platzfrage. Der berüchtigte "Schweineradius" 1020 mm kam aber vor allem wegen des günstigen Schienenmaterials von Märklin zur Anwendung. Der Gleisplan sieht auf der Skizze recht statisch aus, in der Realität ist das aber vernachlässigbar. Die Gleise sind eigentlich nicht als Gesamtheit wahrnehmbar und der Kies als Schienenunterlage brachte auch Abwechslung.


Dieses Bild aus der Einzugszeit im Dezember 2006 zeigt die ersten provisorisch verlegten Gleise. Am Grundlayout hat sich später nicht mehr viel geändert. Ich war wirklich froh, einfach mal einen Zug im Kreis fahren lassen zu können nach meiner jahrelangen Hin-und-Her-Fahrerei auf der 10-Meter-Gerade des alten Balkons.


Die Einfahrt in den Güterbereich ist unverändert und hat sich bewährt. Auch die Stromversorgung funktioniert immer noch zuverlässig über das Provisorium. Schnell störte mich die Optik der Gleise auf den Steinplatten - sah irgendwie nach Gleisplan auf Kästchenpapier aus. Beim Aufbau hatte man aber schöne "Hilfslinien" ;-)


Ein Sturm mit etwas Schnee führte mir im Januar vor Augen, was echter Winterbetrieb bedeutet. Nicht nur, dass die Gleise eingeschneit wurden - alles was nicht niet und nagelfest oder schwer genug war, wurde im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht. So zum Beispiel das noch nicht angeklebte Dach des neuen Bahnhofgebäudes.


Im Februar '07 schlug der Winter erstmals mit voller Härte zu. Der Räummannschaft mit der Schneepflug-bewehrten Köf wurde alles abverlangt um wenigstens einen eingeschränkten Betrieb aufrecht erhalten zu können. Das Bahnhofsgebäude konnte glücklicherweise noch kurz vorher fertiggestellt werden.


Im Frühjahr wurden die Steinplatten unter den Gleisen nach und nach entfernt und durch Rheinkies ersetzt. Die Steine sind zwar nicht massstäblich und auch nicht gebrochen, aber ich habe mich an das Material unter den Platten gehalten. Da mein Terassenboden das Dach der unteren Etagen ist, musste auch an eine funktionierende Wasserableitung gedacht werden. Spur 1-Schotter würde die ziemlich sicher beeinträchtigen und weggeschwemmt werden.


Wie wichtig das mit dem Wasser ist, zeigt dieses Bild. Ein starker Gewitterregen sorgte für Hochwasser bei der Bahnhofseinfahrt. Die V 100 musste diese Stelle langsam passieren, während die 80er im neuen BW wartet. "Sind die wetterfest?", dieser Gedanke kommt einem unwillkürlich bei diesen Bildern. Die BR 80 und die V 100 bleiben auch bei ungemütlichem Wetter draussen und sollen diese Frage im Lauf der Jahre klären. Mehr dazu im Technikbereich...


Unter freiem Himmel gibt es noch andere Unbilden der Natur. Und zwar solche, die ich nicht auf der Rechnung hatte...
Meine ersten frühjährlichen Begrünungsversuche mit Moos verliefen sehr kläglich. Ständig wurde das zusammengesuchte Material gestohlen und mein Schotterbett durchwühlt. Sogar wartende Güterzüge waren Opfer der fliegenden Terroristen. Der Terror gipfelte in einer geklauten Weichenlaterne der Hübnerweiche!


Mit Ende der Nistsaison begannen auch meine ersten botanischen Erfolge. Das Moos blieb an seinem Platz und im Schotter wurde auch nicht mehr herumgegraben.